Was hätte getan werden können, anstelle der durchgesetzten Planung?
Ein Operninterim – wie bei den Bregenzer Festspielen!
Eine Insel auf dem See (dem Großen Dutzendteich) als Bühne. In den Wintermonaten hätte das Ensemble Gastspiele bei anderen Bühnen geben können.
VORTEILE
Die Stadt Nürnberg hätte von den Organisatoren der Pariser Olympiade lernen können: Wie fantastisch, dass sie kein extra Stadion gebaut haben, sondern überall in der Stadt rückbaubare Tribünen aufgebaut haben. Das ist nachhaltig. Und originell. Und kostengünstig. Übertragen auf Nürnberg wäre die Nutzung einer solchen Interimslösung dann genau auf die Zeit zugeschnitten gewesen, die der Umbau der Oper gebraucht hätte. Und möglicherweise für noch mehr Zuschauende! So hätte man die Oper ins Leben vieler Menschen rufen können, die sonst nichts damit zu tun haben. Das wäre auch eine Art von Demokratisierung gewesen!

Eine Freilichtbühne im See (Großer Dutzendteich)
Danach hätte am gleichen Standort im See das Zentrum für Friedensforschung entstehen können. Oder man hätte einen Zusammenschluss mit anderen Kultureinrichtungen, die ebenso bald eine Sanierungszeit überbrücken müssen vornehmen können!
In vielen anderen Kultureinrichtungen stehen die gleichen Sanierungsarbeiten an. Es wäre ein herausragender Akt der Solidarität gewesen die Fördergelder neu zu überdenken und eine Lösung zu finden, die allen zu Gute gekommen wäre. Sich selbst zu loben und sich bewundern lassen zu wollen, dass man einen sehr großen Anteil der Fördergelder selbst abbekommt, während (unter anderem auch deshalb) überall sonst ein kultureller Notstand besteht, macht einen nicht sympathisch.
Dieses Neudenken hat nicht stattgefunden. Der Bau des Operngebäudes inmitten des NS-Megalithen ist weit fortgeschritten. Es lässt sich nicht mehr aufhalten. Welche gesellschaftlichen Konsequenzen das ganze hat, wird sich zeigen.




